Villa Waldberta

manuel arturo abreu

Oktober – Dezember 2024

manuel arturo abreu (geb. 1991, Santo Domingo) ist ein*e nicht-disziplinäre*r Künstler*in. abreu arbeitet mit dem, was zur Hand ist, in einem Prozess des magischen Denkens mit Aufmerksamkeit für die rituellen Aspekte der Ästhetik. abreu wuchs in der Bronx auf und lebt und arbeitet seit 2009 im pazifischen Nordwesten, nach dem Abschluss eines Bachelorstudiums in Linguistik am Reed College. abreus Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Fotografie und Bewegtbildern, Performance, Text und Sound, angetrieben von dem Wunsch nach entsublimierten, zugänglichen sowie antirepressiven Produktions- und Betrachtungsweisen. Während des Aufenthalts wird abreu die Recherche zu Figuren wie Anton Wilhem Amo, Chief Susanne Wenger Àdùnní Olórìṣà, Angelo Soliman, Vicente Lusitano u.a fortsetzen, um die europäisch-afrikanische synkretische religiöse Diaspora in einen breiteren Kontext in der Beziehung zwischen Deutschland und Afrika einzuordnen.

abreu ist Autor*in von zwei Gedichtbänden – List of Consonants (2015), transtrender (2016) – und einem Theoriebuch, Incalculable Loss (2018). Zu den wichtigsten Projekten gehören die garage residency (2015–2019), eine no-budget Künstler*innenresidency, home school (2015–), eine kostenlose Pop-up-Kunstschule, und die Alternative History of Abstraction (2021–), ein Forschungs- und Produktionsprogramm, das den gängigen Ursprungsmythos der Abstraktion als aus der europäischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts stammend ablehnt.

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